Sentana Stiftung
Ein gelber Fisch schwimmt in einem Aquarium in der nähe des sandigen Bodens. Sand und Gesteinshintergrund sind violett beleuchtet.

Mythen und Fakten rund um die Tierhaltung: Fische

Dem Irrglauben auf der Spur: Viele steinalte Mythen ranken sich um die Haltung unserer lieben Tiere. Wir haben einige Irrtümer zusammengefasst und wollen helfen, Ihre Lieblinge artgerecht zu behandeln und Ihnen so die unabdingbare Wertschätzung entgegenzubringen.

Irrglaube: Klein und wenig Arbeit
Das Augenmerk bei der Haustierwahl liegt bei manchem auf Folgendem: Klein und wenig Arbeit. Weit gefehlt. Es mag zwar recht idyllisch aussehen, einen Schwarm lustiger Fischlein herumschwimmen zu sehen, jedoch benötigen auch diese ein gewisses Maß an Freiraum innerhalb ihres gläsernen Palasts.
Gerade das Aquarium sauber und das Wasser hygienisch zu halten ist nichts für Einsteiger, die nach einer geringen Beschäftigung für nebenbei suchen. Den Fischen als Haustiere gerecht zu werden, bedarf weit mehr Aufwand, als man im Baumarkt vor den Scheiben zu denken vermag.

Irrglaube: Wasser rein und fertig
Viele Fischarten benötigen eine bestimmte Wassertemperatur um lebensfähig zu sein. Mit einem hochwertigen Filtergerät, das wiederum mit Strom versorgt werden muss, kann die Wasserqualität aufrecht erhalten werden. Ebenso sind Heizung und Beleuchtung von Nöten. Die Wasserpflanzen benötigen ausreichend Licht für ein künstliches, biologisches System – indirektes Sonnenlicht reicht nicht aus.
Je nach Größe sollte für den monatlich oder öfter anfallenden Wasserwechsel mindestens eine halbe Stunde eingerechnet werden. Gedüngt und gefüttert wird klarerweise öfter.

Irrglaube: Mit Wasser aus einem eingefahrenen Aquarium verkürzt man die Einfahrzeit eines neuen Beckens
Leider gibt es diese Abkürzungen nicht. Denn die Bakterien, die der Nitrifikation dienen, haften an den Einrichtungsgegenständen und leben im Bodengrund, nicht, wie oft angenommen, im Wasser.

Irrglaube: Fische passen sich der Größe des Teichs an
Selbst von Zoohändlern hört man diesen Mythos noch als Verkaufsargument. Man handelt dabei aber nicht im Sinne der Tiere.
Zu klein ist zu klein, basta. Beim Anlegen eines Teichs sollte also sein Sinn und Zweck im Vordergrund stehen: Will ich ein reines Biotop oder sollen sich auch Fische darin wohlfühlen? Mit einer Tiefe von 1,5 Meter überleben die Fische am Teichgrund auch den Winter und Sie ersparen sich das Kaltwasserbecken im Haus als Überbrückung.

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Foto: Craig Lovelidge

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